Beim Japan-Besuch des russischen Ministerpräsidenten Michail Fradkow will Japan die Aufnahme von Konsultationen über den Abschluss eines Abkommens über die Zusammenarbeit in der Atomenergiewirtschaft erreichen. Das teilte Akira Amari, Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie Japans, am Dienstag vor Journalisten in Tokio mit.
Nach seinen Worten soll es dabei um eine Urananreicherung von abgebrannten Kernstäben aus japanischen AKWs gehen, um sie wiederverwenden zu können.
Der Delegation unter Leitung Fradkows gehört auch Sergej Kirijenko, Chef der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, an. Wie RIA Novosti aus diplomatischen Kreisen erfuhr, wird der Rosatom-Chef neben der Urananreicherung auch den Abschluss eines Regierungsabkommens über die friedliche Nutzung der Atomenergie behandeln.
Die japanische Zeitung "Nikkei Shimbun" berichtete indessen, dass ein entsprechendes Regierungsabkommen bereits beim jetzigen Besuch des russischen Premiers unterzeichnet werden könnte.
Japan darf Kernwaffen weder besitzen noch herstellen oder einführen. Die Urananreicherungskapazitäten, die das Land besitzt, bieten die Möglichkeit, höchstens zehn Prozent der abgebrannten Kernstäbe zur Wiederverwendung anzureichern.
Momentan wird Uran für Japan in Großbritannien und Frankreich verarbeitet. Aus Kostengründen wird Uran dort aber nicht angereichert, sondern nur gelagert. Indessen fordert Großbritannien von Japan, die radioaktiven Stoffe zurückzuholen.
[ RIA Novosti / russland.RU ]
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