Yukos-Exekutiv-Präsident der Veruntreuung verdächtigt
Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands verdächtigt den Exekutiv-Präsidenten von Yukos, Wassili Aleksanjan, der Unterschlagung von Geldmitteln. Darüber informierte der Tatverdächtige am Montag die RIA Novosti.
"Ich kenne den Inhalt der Strafsache noch nicht, aber es ist bekannt, dass ich der Unterschlagung (Veruntreuung) nach Artikel 160, Teil 2, des Strafgesetzbuches und der Geldwäsche nach Artikel 174, Teil vier, verdächtigt werde", sagte Aleksanjan.
Der Exekutiv-Präsident teilte ferner mit, dass das Bezirksgericht "Simonowski" von Moskau an diesem Mittwoch den Antrag der Generalstaatsanwaltschaft auf seine Belangung prüfen wird.
Gemäß Strafprozessordnung können Gerichtsverfahren gegen Anwälte, Richter und Staatsanwälte nur mit Zustimmung des Gerichts eingeleitet werden. Aleksanjan hatte nämlich die Interessen des ehemaligen Yukos-Chefs Michail Chodorkowski und des Ex-Präsidenten des Unternehmens Yukos-Moskau Wassili Schachnowski vor Gericht vertreten. Zuvor war Aleksanjan Leiter des Rechtsamtes von Yukos.
Aleksanjan wies seine Schuld zurück. "Wie Sie sehen können, bleibe ich in Russland, will mich nicht verbergen und bekenne mich nicht schuldig", sagte er.
Nach einem möglichen Zusammenhang zwischen dem Vorgehen der Staatsanwaltschaft und seiner Ernennung zum Exekutiv-Präsidenten von Yukos gefragt, sagte Aleksanjan: "Ich wurde im Laufe von zwei Jahren vernommen und es gab keine Einwände gegen mich, und jetzt gibt es sie auf einmal... Sie können selbst Schlüsse daraus ziehen."
Auf die Frage nach seinen Hauptaufgaben als Exekutiv-Präsident von Yukos sagte Aleksanjan, die Hauptsache sei es, die Holding in einem Arbeitszustand zu bewahren. "Wer das Unternehmen auch immer bankrott machen möge, er wird nichts bekommen. Es muss eingesehen werden, dass sich die Aktiva in Tochterunternehmen befinden", fügte der Exekutiv-Präsident hinzu.
[ RIA Novosti ]
Weitere
Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion und mit Quellenangabe
www.RUSSLAND.ru Nachrichtenlieferanten - RIA-Novosti - AFP - georgien-nachrichten.de
E-mail genügt: redaktion@russland.ru
powered by okasoft russland.RU ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.