Auf der Messe Defendory International 2004 in Athen, Griechenland, hat Russland den Preis für die beste Exposition erhalten.
Wie der Delegationsleiter von Rosoboronexport Nikolai Dimidjuk der Zeitung „Wremja nowostej" mitteilte, hätten 40 ausländische Delegationen den russischen Stand besucht. Besonders starkes Interesse hätten die Leiter der Verteidigungsministerien von Griechenland und Zypern gezeigt.
Die Griechen interessierten sich vor allem für die Anpassung der russischen Luftverteidigungsmittel (Fla) an die Nato-Standards. Seinerseits war Russland gewillt, solche Aufträge aufzunehmen. Gute Chancen bestehen auch für die Modernisierung des Schützenpanzers (SPz) vom Typ BMP-1. Die russischen Firmen beabsichtigen an einem Wettbewerb für die Lieferung von SPz für Spezialeinheiten teilzunehmen, der in Griechenland angekündigt wurde.
Auf der Messe Defendory International präsentierte Rosoboronexport ein Modernisierungsprogramm für den Amphibien-Schützenpanzer BMP-3F.
Auch die Militärs aus den Ländern der ehemaligen sozialistischen Gemeinschaft - heute neue Mitgliedstaaten der Nato - Ungarn, Polen und Slowakei, demonstrierten ein reges Interesse für die russische Exposition. Diese Staaten müssen nämlich an Modernisierung der sowjetischen Waffen und Kriegstechnik, vor allem des Panzers T-72 und von Raketen- und Artilleriewaffen, denken.
Die algerische und die ägyptische Delegation interessierten sich für Kleinraumschiffe und Schnellboote.
Auf der Messe in Athen kam eine neue Tendenz im Bereich der Waffenproduktion und des Waffenhandels zum Vorschein: Starkes Interesse an Modernisierung alter Waffentype, unter anderem auch solcher wie Panzer T-55.
Die größten potentiellen Kunden haben verstanden: Die Modernisierung der russischen Waffen erfolgt auf einer völlig neuen Grundlage, deren Kern die Automatisierung der Kampflenkung, Erhöhung der Reichweite und der Treffwahrscheinlichkeit beim Schießen bilden, was eine höhere Effektivität und längere Lebensdauer bedeutet.
Die „Renaissance" der alten Waffen lässt das Interesse für neue Waffentypen wie den Panzerabwehrkomplex „Chrisantema" und den taktischen Raketenkomplex „Iskander", der vor kurzem getestet wurde, jedoch nicht sinken.
Eine weitere wichtige Tendenz, die sich auf der Messe bemerkbar machte: Die Russen hörten auf, sich dafür zu genieren, dass der Staat Aufträge im Bereich der militärtechnischen Kooperation lobbyiert. (RIA)
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