Rosoboronexport verwirklichte 2004 Lieferungen nach 59 Ländern wie auch auf der UNO-Ebene. Das teilte Sergej Tschemesow, Generaldirektor von Rosoboronexport, auf einer Pressekonferenz in Moskau mit.
"Im Ausland funktionieren 43 ständige Vertretungen, in der nächsten Zeit wird Rosoboronexport seine Vertretungen in Belgien, Italien, Venezuela und Myanmar eröffnen", sagte er.
Der Leiter von Rosoboronexport verwies darauf, dass die Hauptpartner Russlands nach wie vor China und Indien sind, auf die entsprechend 49 und 34 Prozent des Waffenexports entfallen.
Rosoboronexport plant, die Arbeit mit ihnen auf der Grundlage von Lizenzverträgen zu gestalten. Wie Tschemesow sagte, ist die Industrie dieser Länder in ausreichendem Maße entwickelt und daher in der Lage, eigene Waffen zu produzieren. "Darum führen wir heute, neben dem Waffenverkauf, aktiv Verhandlungen über den Verkauf von Lizenzen für die Waffenproduktion", betonte Tschemesow.
Er erinnerte daran, dass der Vertrag über die Lizenzproduktion von Su-27-Flugzeugen in China praktisch realisiert worden ist, in Indien werden Su-30-Maschinen in Lizenz gebaut.
Tschemesow hob speziell hervor, dass Indien und China in den nächsten Jahren Hauptkäufer russischer Waffen und russischer Kampftechnik bleiben werden, ihr Anteil daran wird laut Prognosen 70-80 Prozent betragen.
Er vertritt auch noch den Standpunkt, dass Rosoboronexport den Umfang des Waffenverkaufs zu Gunsten von Ersatzteillieferungen und der Schaffung von Wartungszentren für Kampftechnik steigern könne.
Wie Tschemesow berichtet hat, werden derzeit Verhandlungen über die Schaffung von Wartungszentren für Flugzeuge mit Malaysia und auf der Ebene der Kriegsflotte mit Indien geführt, es ist auch geplant, ein Wartungszentrum für Kampftechnik in Mexiko zu schaffen.
Tschemesow verwies auf die Notwendigkeit, die Katalogisierung aller Ersatzteile, die von den Unternehmen des Militär-Industrie-Komplexes Russlands hergestellt werden, durchzuführen.
Dabei hob er speziell hervor, dass Russland die Perspektiven seiner Zusammenarbeit mit den Ländern Südostasiens /Indonesien, Malaysia, Thailand und andere/ real betrachtet, die im Zusammenhang mit der Naturkatastrophe, die sich in dieser Region Ende 2004 ereignet hatte, möglicherweise einer Korrektur bedürfen werden.
Der Chef von Rosoboronexport betonte, dass es in den letzten Jahren gelungen sei, die Zusammenarbeit mit solchen Ländern wie Venezuela, Marokko, Libyen und Algerien erheblich zu intensivieren.
Im Allgemeinen überstieg der Umfang des Exports von Erzeugnissen militärischer Zweckbestimmung auf der Ebene von Rosoboronexport 2004 fünf Milliarden US-Dollar. Laut Tschemesow verteilten sich die Lieferungen nach den Arten von Waffen und Kampftechnik folgenderweise: Luftstreitkräfte - 61 Prozent, Kriegsflotte - 24 Prozent, Luftverteidigung - 6 Prozent, andere Lieferungen - 9 Prozent.
In der zukünftigen Struktur des Exports russischer Waffen und russischer Kampftechnik wird sich der Anteil der für die Seestreitkräfte bestimmten Erzeugnisse erhöhen, fügte er hinzu. (RIA)
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