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Rosoboronexport

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Rosoboronexport will Monopol auf Waffenexport
Die russische Rüstungsfirma KBP Tula beteiligt sich offenbar zum letzten Mal selbständig an der Waffenmesse in Abu Dhabi, schreibt "Russki Kurier".

Nachdem die Exportlizenz der Firma Ende Januar abgelaufen ist, ist die Regierung offenbar nicht gewillt, dem einzigen Produzenten von Präzisionswaffen im Lande eine neue Lizenz auszustellen. Das bedeutet, dass Waffen der Tulaer Firma künftig unter der Marke des staatlichen Vermittlers Rosoboronexport auf dem Weltmarkt angeboten werden.

Auch andere russische Waffenexporteure haben Probleme mit der Verlängerung der Lizenz. Der Direktor von Rosoboronexport, Sergej Tschemesow, ist der Ansicht, dass nur seine Behörde in der Lage ist, russische Waffen auf dem Auslandsmarkt effektiv zu verkaufen. Bei seinem jüngsten Treffen mit Staatspräsident Wladimir Putin schlug er sogar vor, die gesamten Exporte an russischen Waffen in den Händen von Rosoboronexport zu konzentrieren.

Bei der Tulaer Firma stößt dieses Herangehen auf keinerlei Verständnis. Niemand könne besser mit den eigenen Erzeugnissen handeln als der Produzent selbst, sagt der KBP-Chef, Akademiemitglied Arkadi Schipunow. Der Hersteller reagiere schneller auf die Konjunktur und biete die aktuellsten Produkte an, während der Vermittler vor allem auf den Eigennutz bedacht sei. Außerdem komme Rosoboronexport seinen Finanzverpflichtungen vor den Produzenten nicht pünktlich nach. Nach der Auslieferung von Waffen an den Kunden müsse der Produzent manchmal einige Jahre warten, bis das Geld überwiesen ist.

Die Offensive von Rosoboronexport gegen die Produzenten erklären viele Experten mit Problemen des Staatsvermittlers, der seine Kunden verliert. Rosoboronexport verkauft Waffen, die vor rund zwanzig Jahren entwickelt wurden und natürlich nur von armen Ländern gekauft werden. Aber auch diese Letzteren stellen jetzt höhere Anforderungen.

Rosoboronexport hat höchstens fünf Jahre, um seine Produktpalette zu erneuern und seine Position auf dem Waffenmarkt zu behalten, warnen Experten. KBP erklärt sich unterdessen bereit, an die Spitze des Widerstandes gegen die Initiativen von Rosoboronexport zu treten.

Doch scheint der Staatsvermittler in der Lage zu sein, aus dem Streit als Sieger hervorzugehen. Nach Ansicht von Experten hat Wladimir Putin mehr Vertrauen zu Tschemesow, mit dem zusammen er in der DDR gearbeitet hatte, als zu den angesehenen Waffenproduzenten. (RIA)

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