Der russische Pipelinebetreiber Transneft plant, im Oktober dieses Jahres mit der Erstellung von Dokumenten für die Emission von Eurobond-Anleihen zu beginnen, teilte Transneft-Vizepräsident Jewgeni Astafjew am Mittwoch in Moskau mit.
Zu den Terminen und dem Volumen der Emission machte der Topmanager keine Angaben. Mit den durch die Platzierung erwirtschafteten Mitteln soll der Bau des ersten Stranges einer Ölpipeline zwischen Ostsibirien und der russischen Pazifikküste finanziert werden.
Zu diesem Zweck will das Unternehmen auch Kredite, darunter Konsortialkredite, aufnehmen. Astafjew erinnerte daran, dass Transneft bereits mit der russischen Sberbank ein Kreditabkommen über 65 Milliarden Rubel (1,91 Milliarden Euro) geschlossen hatte.
In diesem September wolle Transneft einen Vertrag mit einer internationalen Organisation unterzeichnen, die den Einfluss der Bauarbeiten und der Pipeline selbst auf die Umwelt einschätzen soll.
Das Projekt des ersten Stranges der Pipeline Ostsibirien-Pazifikküste gliedert sich in vier Phasen. Zuerst soll die Rohrleitung zwischen Taischet und Ust-Kut sowie zwischen Tynda und Skoworodino verlegt werden. In der zweiten Phase wird sie von Ust-Kut über Talakan mit Tynda verbunden, in der dritten nach Kosmino und in der vierten bis zur chinesischen Grenze verlängert. Die ersten drei Etappen sollen mit Kreditmitteln finanziert werden. Für den Bau des chinesischen Abschnitts wird die chinesische Seite aufkommen.
[ RIA Novosti ]
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